#105 Hüben+Drüben Spezial mit Werner Huemer über Sterbeforschung und Bewusstsein
Shownotes
Wie sprechen mit dem österreichischen Begründer des YouTube Kanals Thanatos TV Werner Huemer über Wissenschaft, Bewusstsein und Sterbeforschung. Huemer ist Journalist, Autor und Filmemacher. https://werner-huemer.netTranskript anzeigen
00:00:00:
00:00:11: Ja, hallo.
00:00:13: Hallo Herr Hohema!
00:00:14: Ich habe in meinem Kalender gewühlt und dann habe ich in meinem kalender gefunden dass wir beide uns zum ersten mal und zwar leibhaftig gesehen haben am fünften September.
00:00:31: Ja, ich habe auch gewühlt allerdings nicht so genau.
00:00:34: Aber dass es zehn Jahre her sind, hab' ich gesehen.
00:00:36: Es ist zehn Jahre hier, das wir miteinander gesprochen haben und ich freue mich sehr, dass Sie heute bei uns als Special Guest – so nennen wie die immer – kommen und wir hören schon, dass sie mit Sicherheiten nicht aus Norddeutschland kommen?
00:00:56: Nein!
00:00:56: Ich komme aus dem Süden Österreichs.
00:00:58: Ah,
00:00:58: aus dem süden Österreich.
00:01:00: Erzählen Sie mal, Herr Hohemmer.
00:01:02: Woher kommen sie und wer sind sie?
00:01:07: Also ich bin in Graz geboren.
00:01:10: Das ist die zweitgrößte Stadt Österreichs im Bundesland Steijermarkt.
00:01:15: Und ich bin Freier Journalist seit vielen Jahren und arbeite einerseits als Filmproduzent und auch in Filmteams mit unter anderem für den ORF aber vor allem für eigene Projekte etwas mehr als zehn Jahren mein Projekt TANATOS TV gegründet.
00:01:36: Das war damals auch der Grund für unser Gespräch, sie waren eine der ersten Interview-Partnerinnen glaube ich.
00:01:44: damals.
00:01:44: also damals ging es nach Norddeutschland war eine unserer ersten Dreh-Tournähen.
00:01:51: und ja dieses Projekt begleitet mich seit elf Jahren.
00:01:56: Es geht darin um Sterbeforschung vorumzugeben für Menschen, die Nahtoderfahrungen nach Todkontakte oder ähnliche Erlebnisse hatten.
00:02:08: Und ja, seit damals begonnen und hat sich unerwartet gut und schön entwickelt.
00:02:16: Das ist wohl auch der Grund, warum ich heute ihr Gast sein darf.
00:02:19: Danke für deine Einladung!
00:02:21: Ja, das ist ja ein unglaublich großes Engagement was Sie Was Sie tatsächlich haben und was sie dauerhaft auch in die Taten setzen?
00:02:35: Ja, wie groß es ist.
00:02:36: Es ist ein Thema das mich immer schon interessiert hat.
00:02:39: begonnen hat mit einem Buchprojekt.
00:02:41: ich hatte im Jahr zweitausendfünfzehn für den Komplettmedia Verlag in München einen Buch- und Filmprojekt verwirklicht mit dem Titel Unsterblich.
00:02:51: Im Zuge dieses Projekts habe ich die erste Nahtoderfahrerne vor der Kamera gehabt zu Frau Astrid Dauster damals Und das hat mein Interesse geweckt und dann ist das immer größer und größer geworden.
00:03:07: Ich habe es für mich auf fünfzehn Jahre angelegt, das ganze Projekt Thanatos.
00:03:11: Das heißt ich bin jetzt im letzten Drittel langsam mehr dabei schon eine Essenz aus den vielen Interviews in ein paar Hundert geworden zu ziehen und daraus Dokumentationen zu machen.
00:03:25: also Ja, es ist eine schöne Sache die auch mich natürlich verändert hat.
00:03:31: Ja und interessant!
00:03:33: Eine der ersten Gäste warst offensichtlich du Claudia?
00:03:37: Und einer der letzten Gästen, wenn ich das jetzt richtig gesehen habe, war ja jetzt Pym van Lomme bei Ihnen... Der
00:03:46: war schon öfter Gast bei uns hier.
00:03:47: Ach, der war schon Öfter
00:03:48: Gast?!
00:03:49: Ah okay, das hab' ich nicht mitbekommen.
00:03:52: Das finde ich einfach wunderschön weil er ja unglaublich einen unglaublich wichtigen Beitrag zu diesem ganzen Thema geleistet hat, indem er diese große Studie des von einem was ist ja Kardiologe?
00:04:08: Ganz Schulmediziner hin zu jemandem gemacht hat der sich wirklich offen gezeigt hat für dieses Phänomen und da geforscht hat über viele, viele Jahre.
00:04:21: und unendliches Bewusstsein ist ja der Titel seines Buches was sehr vielen kritischen Geistern vielleicht einen Zugang verschafft zu diesem besonderen Thema.
00:04:38: Ich freue mich auch sehr wenn ich das mal so sagen darf dass sie jetzt heute hier bei uns zu Gast sind Herr Huehmer ihre Interviews gehört.
00:04:54: Und ein Interview hat mich ganz besonders gefesselt und das habe ich dann direkt meinen Söhnenreiter geleitet, die jetzt so Ende zwanzig sind und zwar leider habe ich den Namen dieses besonderen Menschen vergessen aber sie werden ihn sicher wissen der ist in Thailand im Gefängnis gelandet und hat dort den Zugang zur Meditation gefunden.
00:05:21: Können Sie noch erinnern, wie der heißt?
00:05:24: Jetzt habe ich eine Prüfungsfrage.
00:05:29: Ja was mich daran so gefässtet hat... Was mich daran gefässelt hat war einfach das ist ja auch in dem Sinne kein Nahtodelerlebnis gewesen aber einfach der Zugang zum Bewusstsein als solch.
00:05:45: also dass er gelernt hat im Gefängnis über viele, viele Jahre eingekesselt förmlich.
00:05:55: Also in Eng an Eng fast Löffelchen liegen daweise mussten die dann nachts schlafen aufgrund einer irgendeiner Drogengeschichte.
00:06:04: war das überhaupt passiert?
00:06:06: Das Ganze und da dreht man ja durch!
00:06:09: Da wird man ja verrückt in so einer Lage wenn man da so eingesperrt ist.
00:06:13: Und irgendwie war da irgendwann ein tibetischer Mensch wohl oder jemand, der tibétisch erfahren war und dann hat er dem nachgeahmt sozusagen.
00:06:23: Nachahmenderweise ist er da über einen längeren Zeitraum zur Meditation gefunden was ihm völlig fern lag glaube ich.
00:06:32: zunächst
00:06:34: Ja das bei solchen Geschichten allgemein immer spannend ist es einfach die Beobachtung, dass bestimmte Elemente, die man eben aus Nahtoderfahrungen kennt dann auch unter ganz anderen Lebensumständen sich zeigen können.
00:06:50: Und die Erfahrungen, die er gemacht hat – das war auch der Grund warum wir dieses Interview damals gemacht haben – waren genauer, dass man in so einer außergewöhnlichen Lebenssituation.
00:07:03: Er war also zu Unrecht in dem Gefängnis, weil man schlechte Rechtsvertretung hatte und ihm auch Dinge unterstellt hatte, die er so nicht gemacht hat.
00:07:13: Und hat dann eben auch diese ganz besondere Glücksempfindung erlebt, die manchmal in der NATO-Erfahrung mit dem einhergeht was Sterbeforscher als die Alleinheitserfahrung bezeichnen.
00:07:33: Bewusstsein, dass da einfach mehr ist als das kleine persönliche Ich.
00:07:39: Dass uns so durch den Alltag begleitet, dass uns als Menschen als Persönlichkeit definiert, dass es da einfach noch eine andere Bewusstseinsdimension gibt und zu der hat er Zugang bekommen.
00:07:50: und das gelingt auch eben anderen Menschen in anderen Situationen oft.
00:07:56: Und das zeigt halt im Grunde, dass diese Erlebnisse und Erfahrungen die man jetzt von nahe tut Erlebnissen kennt sich auch unter anderen Umständen ohne jegliche Todesnähe zeigen können.
00:08:10: Und das ist, wenn man es jetzt in einem größeren Rahmen sieht sicher eine interessante Beobachtung und ein interessantes Phänomen.
00:08:18: Ist das etwas was wir auch als Leuterung, Erleuchtung und innere Verwandlung bezeichnen können?
00:08:29: Ja Das ist immer das Problem mit Wortnis hat dann, wenn man Verleuchtung spricht.
00:08:34: Jede eine andere Vorstellung da vorne verbindet damit einen bestimmten Weg.
00:08:39: aber ich würde sagen ja ein Grunde.
00:08:41: Also
00:08:42: Erleuchtungen ist an sich ja ein Begriff der so bisschen, würde ich mal sagen vielleicht sogar auf Abwege geraten ist.
00:08:51: Aber wenn man jetzt mal streng drauf guckt Dann ist es einfach nur dahin Licht geben wo andere keins wo andere Keins haben.
00:08:59: Also wenn ich jetzt eben mein Licht sozusagen immer nur auf das irdische Lenke, dann vergesse ich diesen jenseitigen Bereich des.
00:09:09: bei uns heißt das Hüben und Drüben also da auf der anderen Seite den geistigen Bereich der geistigem Welt und unserer dass wir unseren Bewusstsein eben auch instrumental so zu sagen ein wirkliches künstlerisches Element machen können, was uns zur Verfügung steht.
00:09:32: Nur das braucht für viele eben Übung.
00:09:35: Manchen wird es geschenkt und andere müssen das üben in täglicher oder Meditationen oder eben das Stillwerden einfach.
00:09:45: Also diese Stille ist ja etwas ganz Entscheidendes!
00:09:48: Und da schließt sich auch schon direkt eine Frage an denn wir stellen unseren speziellen Gästen, unseren Special Guests immer eine Frage.
00:10:00: Und zwar wie sind sie denn dazu gekommen eigentlich Herr Huema?
00:10:05: Diesen wunderbaren Tanators TV-Kanal zu eröffnen?
00:10:11: war das eine ganz und gar freiwillige zufällige Geschichte oder sind Sie durch ein eigenes spezielles Erleben dazugekommen?
00:10:21: dass
00:10:23: Ja, es war also tatsächlich nicht viel mehr als das was ich schon erzählt habe.
00:10:27: Es gab ein Buchprojekt und Filmprojekt dass mit meinem lebenslangen weltanschaulichen Interesse zu tun hatte.
00:10:36: Das war eben dieses Buch unsterblich und da hab' ich meine erste Nahtoderfache anerkennen gelernt und vor der Kamera gehabt.
00:10:44: Und unmittelbar nach diesem Buch gab's natürlich dann die Diskussionen.
00:10:48: auch mit dem Verlag macht man als nächstes und ich hatte schon zwei Buchprojekte für einen Verlag.
00:10:54: Und wir haben uns dann nicht so richtig geeinigt auf ein gemeinsames Projekt einigen können, das war für mich dann sozusagen von außen her der Startschuss mal was Eigenes zu machen.
00:11:06: Das Thema hat mich interessiert.
00:11:08: Dann habe ich mit einem Journalisten, das ist der Mehmet Jeschelgerz aus Heilbronn, der damals auch bei unserem Gespräch dabei war als Kameramann Mit dem Gemeinsam habe ich das dann begonnen, dieses Projekt.
00:11:24: Ich glaube dass es schon immer einen bestimmten Anlass gibt der dann das Interesse an solchen Themen vertieft.
00:11:34: Nach meiner Erfahrung muss das nicht immer ein großes Nahtoderlebnis oder Erleuchtungserlebnis sein wie auch immer man es bezeichnen will.
00:11:43: aber ich glaube im Leben von Menschen Das haben wir auch andere Interviews gezeigt.
00:11:50: So was gibt wie Mikro-Erweckungserlebnisse, sagen wir mal so?
00:11:54: Also einfach kleine Begebenheiten in der Kindheit und Jugend waren auch immer die jetzt für sich bis hin nicht Besonderes sind aber die einfach ein vertieftes Interesse und auch eine Offenheit diesen Themen gegenüber erzeugen.
00:12:13: Und ich könnte mir vorstellen das bei mir meiner Geschichte solche Begebenheiten waren.
00:12:19: Aber großes Erlebnis, dass jetzt eine Initialzündung gewesen wäre, mich mit diesen Themen zu beschäftigen, das gab es bei mir nicht.
00:12:28: Na ja zumal!
00:12:28: Das natürlich so ist.
00:12:30: wir leben hier in Mitteleuropa und ich finde, wir haben das Problem, dass wir es mit einer Gesellschaft zu tun haben die den Verstand anhimmelt und die sich ganz umgehend auf dem Boden der Tatsachen befindet.
00:12:44: Das heißt immer dann, wenn jemand kommt und sagt ja aber vielleicht gibt es da noch mehr.
00:12:49: Veräßt er noch ein bisschen dabei denn?
00:12:51: Dann haben wir im Norddeutschen einen extra Ausdruck dafür das ist die sogenannte Spülken-Kickerei.
00:12:58: Es ist eben halt da irgendwas dummes Zeug drin zu sehen.
00:13:02: Und ich habe jetzt zweimal schon während wir miteinander sprechen an einem Menschen aus meiner Familie gedacht Der sehr Verstandesmäßig, intellektuell drauf ist.
00:13:17: Der ist Arzt und hat immer mal wieder von seinem Patient in den Händen ein bisschen durchgekriegt zum Thema Nahtoderfahrung.
00:13:29: Und der hat eigentlich immer nur geschüttelt und gesagt das ist alles dummes Zeug.
00:13:33: Das ist alles Dummes Zeuge!
00:13:35: Dann gab es für ihn irgendwann auch Arzt im Krankenhaus Und dann hat er die Situation erlebt, eine ... Ich glaube, vierneutzigjährige Frau.
00:13:44: Die Eigentlichkeit wurde, hat er reanimiert und dann ist er nachmittags eben halt bei ihr ins Zimmer gegangen, hat geguckt wie es ihr ist.
00:13:54: Sie hat nur zu ihm gesagt, Herr Doktor, warum haben sie das gemacht?
00:13:57: Jetzt muss ich wieder drei Tage warten bis ich tot bin!
00:14:00: Und nach drei Tagen war sie tot.
00:14:02: Das war der erste Moment wo er stutzig geworden ist.
00:14:06: Und da sind so Situationen, wo ich denke Wer das in unserer Gesellschaft den Mut hat, das in die Tat umzusetzen und zwar sich vorzunehmen – fünfzehn Jahre, was ich auch spannend finde.
00:14:23: Das ist immer also zu begrenzen.
00:14:24: Das war eine andere Fragestellung.
00:14:26: Dass er fordert schon Mut?
00:14:30: Ja, wenn ich mir vorstelle dass ich fix angestellter Journalist bei einem Fernsehsender oder wo auch immer wäre dann wäre es wahrscheinlich schwieriger mit solchen Themen durchzukommen.
00:14:41: Die Erfahrung habe ich auch zum Teil selbst gemacht, wenn es darum gegangen ist eben bestimmte Filmproduktionen was für sich zum Thema Macht der Gedanken oder sowas die halt ein bisschen abseits des Mainstreams liegen zu verkaufen.
00:14:56: also wenn man selbstständig ist glaube ich braucht's weniger Mut und zum Glück ist das ja so.
00:15:03: mit dem mit YouTube als Kanal hat man ja wirklich die Möglichkeit bei aller Problematik, die soziale Netzwerke sonst haben mögen.
00:15:12: Aber man hat einfach auch die Möglichkeit Themen, die nicht so sehr von den allgemeinen Medien gespielt werden dann zu zeigen und auch ein großes Publikum zu erreichen.
00:15:23: Und das ist ja mit Thanatos ganz gut gelungen.
00:15:27: aber natürlich Die Skepsis ist da.
00:15:30: und wenn man auf Bimphan Rommel zurückkommt, das ist sicher seine Studie die auch in einem bekannten Wissenschaftsjournal Lancet veröffentlicht worden ist.
00:15:39: War sicher ein wegweisender wichtiger Schritt auf diesem Weg zum Anerkennen dieser Phänomene weil vor ihm war er im wesentlichen Raymond Moody in den siebziger-achtzigerjahren der Patientengeschichten dokumentiert hat.
00:15:57: Und da war aber nicht so ganz klar, wie waren die medizinischen Rahmenbedingungen?
00:16:02: Haben die Medikamente bekommen in welchem körperlichen Zustand waren sie und so.
00:16:07: Aber Pimp van Lommel hat dann doch über zweihundert Personen untersucht, die wirklich klinisch tot waren und eben reanimiert worden sind bei ihm und er hat sie nicht nur momentan befragt, sondern eine langfristige Studie hat auch die Nachwirkungen erforscht.
00:16:25: Das ist eines der interessantesten Aspekte, dass man schaut wie sich die Menschen verändern.
00:16:33: Nicht nur kurzfristig sondern langfristig.
00:16:35: Was macht das Erlebnis mit ihnen?
00:16:37: Wenn man fragt was ein echtes Erlebnes oder hat sich da kurzfristiger eingebildet etwas durch Drogen, durch intensiver Traum dann sind zu Beantwortung dieser Frage gerade die Nachwirkungen am wichtigsten.
00:16:51: Wenn sich Menschen über Jahrzehnte ein Leben lang verändert haben, bis bei Nahtoderfahren an ihr Meisterfall ist und zeigt das schon sehr, dass es da was ein echtes Reales zumindest für die Menschen reales erleben war.
00:17:06: Absolut!
00:17:06: Einmal in einem Gespräch vor langen Jahren mit Bernhard Jakubi hat er gesagt – und das war mir ganz neu Er gesagt, ja mittlerweile könnte man alles als Halluzination und Einbildung beschreiben.
00:17:19: Aber die Außerkörperlichkeit nicht.
00:17:24: Ja das ist immer eine Frage wie man Begriffe definiert.
00:17:26: Man kann ja sagen Hallucination ist alles was ich erlebe mir aber nicht von den Sinnesorganen für den Körperlichen vermittelt wird.
00:17:34: insofern ist jedes erleben dass das eben nicht auf die fünf Sinne zurückzuführen ist eine Hallucination.
00:17:42: Das kann ich so definieren, die Frage ist ob das was krankhaftes ist.
00:17:46: Und das ist es bei Nahtodefahrungen ganz sicher nicht.
00:17:49: Ja.
00:17:50: Na ja hinzu kommt noch dass man ja sagen kann, dass wir die Welt so sehen wie wir sind und mich unbedingt so wie sie ist.
00:18:00: Ich denke das trifft auch hier ein bisschen zu, dass nur die Menschen diese Frage wirklich ehrlich in sich bilden da vielleicht ein ehrliches Interesse an der Sache entwickeln.
00:18:14: Wenn das bei mir überhaupt nicht vorhanden ist und ich einfach alles ablehnen will, dann kann man niemanden missionieren in keinster Weise egal um welches Thema es geht.
00:18:26: Ja, sehe ich auch so ja.
00:18:30: Haben Sie denn eigentlich diesen Amerikaner Dr.
00:18:33: Iben Alexander?
00:18:34: Haben sie den auch schon mal interviewt?
00:18:35: Ja gibt's auch einen Interview bei uns auf dem Kanal.
00:18:39: Ist das bei ihm nicht auch so?
00:18:41: War er nicht klinisch tot und hat ja auch sein Leben ungeheuerlich verändert in der Folge?
00:18:48: oder war es ... Ja, die Besonderheit
00:18:51: war eben dass ein Gehirn Kirurg war, der sehr nach eigener Beschreibung im materialistischen Weltbild verhaftet war.
00:19:04: Auch an nichts anderes geglaubt hat, nichts für möglich gehalten hat Weil halt die allgemeine Meinung ist, dass Bewusstsein vom Gehirn erzeugt wird.
00:19:18: Und daher wenn es in den Gehirnenfunktionen erloschen sind kann's kein Bewusstsein mehr geben und ihr hattet dann eben eine eigene Nahtoderfahrung bei der er über mehrere Tage lang erlebt hat das es eine andere Wirklichkeit gibt und das hat sein Weltbild komplett verändert weil bestimmte Aspekte seines Erlebens dann auch noch verifizierbar waren und sich eben gezeigt hat, dass das zu einem Zeitpunkt war, wo nach seiner ganzen Medizingeschichte keine Ehrenfunktion mehr da war.
00:19:54: Und seine ganze Medizingeschichte wurde dann auch von anderen Sterbefeuern nochmal überprüft.
00:20:00: also soweit man es von außen sehen und dokumentieren kann ist das hieb-und stichfest Ja, aber es ist halt wie mit allem was man selbst erlebt.
00:20:12: Was ich jetzt im Moment erlebe empfinde, das können Sie jemand anderem letztlich nie beweisen.
00:20:19: Innenwelt ist nicht beweisbar.
00:20:21: Die haben sie immer nur... die können sich immer nur selbst beweisen.
00:20:25: und selbst wenn sie Gehirnsträume messen und da sozusagen etwas Messbares, Quantitativmessbares haben, ist das ja noch lang kein Beweis für das subjektive Qualitative erleben dass eben mit Bewusstsein in Verbindung steht.
00:20:39: Also, das sind wir immer mit dem materiellen Weltbild an der Grenze.
00:20:44: Materialismus bedeutet ja letztlich die ganze Welt zu quantifizieren – alles was Materialismus ist, ist quantitativ.
00:20:52: es ist im Insofern auch messbar wiederholbar belegbar.
00:20:56: aber unsere inneren Welt und damit auch jede spirituelle Erlebnung entzieht sich ja dieser quantitativen Messbarkeit völlig.
00:21:06: Daher ist es und wird auch nie beweisbar sein, in dem Sinn den wir heute wissenschaftlich als Beweis verlangen.
00:21:14: Jetzt haben Sie das Wunderschön ausgedruckt.
00:21:16: Ich habe das schon immer gedacht.
00:21:18: wie war das doch vor was vor hundertfünfzig Jahren?
00:21:22: Als es darum ging die Seele zu wiegen also dieses bekannte dieses bekannte Projekt da wo ein Ein Bett gewogen wurde mit einem Sterbenden.
00:21:33: Und als er tot war, wurde noch mal gewogen und es gab dann die Differenz von drei zwanzig Gramm.
00:21:38: Es gibt ja auch da sogar noch ein Film drüber und so weiter.
00:21:40: also das heißt, wo ich immer gedacht habe Das ist doch typisch Mensch wir wollen etwas was immateriell ist messen
00:21:48: Naja
00:21:49: und dass ist das kommt mir immer völlig völlig völlig schräge vor.
00:21:54: und gleichzeitig ist es so dass wir.
00:21:57: Also ich glaube, unser Beweggrund diesen Podcast zu machen hat ja auch diesen Hintergrund.
00:22:05: Ist da jetzt ein bisschen was anderes?
00:22:07: Können wir eine Tür aufmachen in einer anderen Dimension hinein?
00:22:15: und gleichzeitig sehe ich die Kollision zwischen einer Betrachtung das vielleicht etwas Geistiges möglich ist und dem gesellschaftlich vorherrschten Materialismus, wo ich das Gefühl habe der kollidiert alle Naslern.
00:22:34: Und in jedem Moment – manchmal hab' ich den Eindruck da weiß ich aber nichts drüber, nichts genaues drüber ist nur meine Theorie dass je materialistischer wir werden umso mehr findet eine Suche auf der anderen Ebene statt.
00:22:47: Wir sehen einerseits dass die Kirchen sich eigentlich selbst so kleingekriegt haben weil ich das mal so sagen würde, die haben sich selbst klein gekriegt und als ob auf der anderen Ebene eine große Suche nach Spiritualität da ist.
00:23:07: Ich habe darüber keine Zahlen!
00:23:09: Ich hab darüber vielleicht nur Beobachtung... Und wie ist Ihre Beobuchtung in dem Themenbereich?
00:23:18: Ja, ich würde meinen ähnlich nachdem, wie ich sie verstehe.
00:23:23: Ich glaube wirklich, das Grundproblem liegt eben daran.
00:23:26: Es geht ja nicht mal um andere Dimensionen die man sich jetzt nicht vorstellen kann sondern dass was wir mit unserem Mensch sein verbinden mit dem alltäglichen erleben.
00:23:38: wie wird die Welt erleben wenn wir uns auf etwas freuen oder eine angenehme oder unangenehm Vergangenheit an ein Erlebnis zurückdenken, wenn wir Hoffnungen und Erwartungen haben.
00:23:50: Das sind alles Qualitäten!
00:23:52: Also unser Menschsein definiert sich qualitativ.
00:23:57: Wir möchten Freude haben, wir möchten Lust empfinden, wir wollen Spaß haben... ...wir möchten Schmerz vermeiden.
00:24:03: Es geht immer um Qualitäten.
00:24:05: Und der Materialismus kennt Qualitäten nicht.
00:24:09: Und das ist das Problem.
00:24:10: Man will eine Welt beschreiben die messbar, wegbar im Experiment wiederholbar ist, aber dieses ganze urtümlich menschliche wird ausgeklammert.
00:24:22: Sie können Gedanken nicht wegen und sie können Hoffnungen nicht den Zentimeter messen und sie kann Erinnerungen nicht stapeln wie Heuballen oder was auch immer.
00:24:35: Also das heißt der Materialismus wird dem eigentlich Mensch sein?
00:24:38: Nicht gerecht und daher also sehr nicht verwunderlich wenn eine Gesellschaft sich sehr stark in die Richtung des Materialismus entwickelt und alles dadurch definieren, quantifizieren will.
00:24:50: Dass auf der anderen Seite das Bedürfnis nach Spiritualität oder den qualitativen Aspekten des Menschseins größer wird.
00:24:59: Das ist was ganz Normales!
00:25:01: Und wenn wir unsere inneren Welt das Wesen des Mensch-Sains betrachten, dann ist es einfach... Qualitäten verbunden, dem berühmten Qualia von denen die Philosophen sprechen und mit denen die Materialisten nichts anfangen können.
00:25:15: Das ist einfach so ein... Ja ich glaube früher wie Sie gesagt haben war der Religion sicher noch was Wichtiges weil das halt qualitative Aspekte spirituelle Sehnsucht abgedeckt hat.
00:25:27: Die werden immer, treten immer mehr in den Hintergrund, wobei auch nicht weiß ob das stimmt Auf der anderen Seite auch beobachtet, dass es eben sehr starke fundamentalistische Strömungen gibt die sich jetzt auch vor allem im englischsprachigen Raum NATO-Erfahrungen zu Nutze machen um ein bestimmtes Weltbild zu verkaufen und bestimmten Glaubensinhalt zu kommunizieren.
00:25:50: Also ich sehe eher so eine Entwicklung das extreme Tendenzen häufiger werden also auf der einen Seite der Materialismus der immer dominanter wird sehr fundamentalistische religiöse Strömungen und dass es eigentlich verbinden, das dazwischen Brücken immer weniger gibt.
00:26:13: Und ich habe auch den Eindruck, dass seit der Covid-Zeit noch stärker geworden ist.
00:26:19: Dass er eine Spaltung in die Gesellschaft gegeben hat, dass auf deiner Seite sozusagen der Mainstream ist und der ist materialistisch und auf der anderen Seite sind halt die abgehobenen Esoterikarty Ja, also das ist eine schwierige Entwicklung.
00:26:37: Aber Zahlen habe ich auch keine.
00:26:38: Ich könnte... Also du müsstest mal Soziologen fragen und ich könnte da jetzt auch nur mit eigener Beobachtungen aufgrund der Kommentarbereiche bei meinen Kanälen oder so auffordern.
00:26:50: aber auch keine Zahlen.
00:26:53: Da ist mir als erstes eingefallen.
00:26:55: Das ist wahrscheinlich auch unsere menschliche Begrenztheit.
00:26:59: Waslavik hat doch den Begriff geprägt mehr vom selben?
00:27:03: Das heißt, wenn ich mit irgendetwas nicht klarkomme.
00:27:06: Ich sage irgendwas und mein Gegenüber versteht mich nicht, dann werde ich lauter.
00:27:10: Obwohl vielleicht wir zwei verschiedene Sprachen sprechen.
00:27:14: Und wenn das irgendwie noch mal nicht funktioniert, dann hau' ich mir der Faust auch im Tisch!
00:27:18: Und irgendwann haue ich der Person eine rein.
00:27:21: Das ist dieses Prinzip mehr vom selben.
00:27:25: Es muss sich wahrscheinlich der Dogmatismus weiterentwickeln... Irgendetwas meinten mich öffnen kann und möchte für irgendeine andere Sichtweise.
00:27:38: In dem Moment muss ich darauf beharren, das meins richtig ist, weil sonst muss mein Weltbild doch infuhlen auseinander oder?
00:27:46: Und dann muss ich dabei mit der Faust auf den Tisch hauen und dann werde ich dogmatisch.
00:27:51: Ganz logisch ne?
00:27:52: Das ist logisch und das hängt ja auch mit dem zutiefsten menschlichen Bedürfnis nach einer... Komfortzone zusammen.
00:27:59: Man baut sich halt sein Gedankenkonstrukt, wie die Welt funktioniert auf das mit dem man sich identifiziert verbindet wo man auch seine Kontakte ist eine sozialen Kontakte hat und wenn es dann irgendetwas gibt was halt außerhalb dieser Komfort-Zone ist mehr vom selben und dann sucht man sich Bestätigung bei anderen und so weiter wird's immer schwerer.
00:28:22: Das
00:28:24: war doch so ein Prinzip von Peppi Langstrumpf glaube ich.
00:28:28: Das ist wo es hieß, ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt.
00:28:32: Ja und das macht jeder!
00:28:34: Und das kann man auch gar nicht verurteilen eigentlich weil das ist halt der berühmte Halt den jeder braucht innerlich.
00:28:42: Man braucht ja seine Überzeugungen, man braucht sein Sicherheitsnetz, wo man sich gedanklich wohl fühlt und wo man richtig und am rechten Fleck fühlt.
00:28:51: aber es ist halt das Problem... Es ist halt die Welt, wie sie mich gefällt genau ne?
00:28:57: Und wenn dieser Halt dann, sage ich immer ... Wenn das ein Ankrampfen wird an diesem Halt und den Ausschließen von allem anderen, dann wird halt dieser Hals sozusagen zum Stopp.
00:29:08: Dann geht gar nichts mehr.
00:29:09: Man erstarrt in seiner Wohlzone leider.
00:29:15: Das ist der Gefahr sind wir ja alle leider unterworfen.
00:29:18: Und
00:29:19: gleichzeitig ist das natürlich ein ganz altes Märchenmotiv auch, was man natürlich vielfach verstehen kann.
00:29:27: Aber zu Stein zu erstarren – das ist eine uralte Geschichte!
00:29:32: Ja
00:29:33: und das können wir gut.
00:29:38: Was können wir?
00:29:42: Eine Religion oder spirituelle Ausrichtung Bei der inneren Suche wird ja heute so ein bisschen durch Sport vielfach ersetzt.
00:29:53: Ich hab teilweise so bisschen den Eindruck, dass Menschen den Sport zur Religion erkoren haben und das ist ja deutlich wird daran, dass der Mensch eben einen Halt braucht also einen wie soll ich sagen sich fühlen Ja?
00:30:15: Also so würde ich es fast stärker noch formulieren, also dass ich mich fühle.
00:30:21: und ich fühle mich indem ich zum Beispiel viel Sport mache oder in dem ich eben auf der anderen Seite die Stille aufsuche.
00:30:29: Und es ist ja immer eher auch eine Frage der guten Mischung da weil wir eben ausgestattet sind mit diesem Körper, mit diesem Leib der auch seine Bedürfnisse hat und auf der andern Seite aber geistig durchaus... Ich vergleiche das manchmal mit einem iPhone von Apple.
00:30:50: Heute tragen wir alle solche Dinge in der Tasche und nutzen dies aber nur für also fünf Prozent sozusagen der Fähigkeiten eines solchen Rechners, für irgendwelche Nachrichten die hin- und hergeschickt werden.
00:31:04: So ist ja auch unser Geist.
00:31:05: er wird einfach nur sehr minimal ausgenutzt.
00:31:12: Ja da sind wir jetzt bei einer schwierigen Frage aus meiner Sicht.
00:31:16: Ich setze Geist nicht mit Gehirn gleich.
00:31:22: Das, was vorhin schon mal gefallen ist, wir sind sehr verstandeslastig und...
00:31:27: Das meinte ich aber nicht!
00:31:28: Ich habe mich da vielleicht versprochen.
00:31:30: Ich meine nicht das Gehirnen weil es ist ja klar dass das Gehörnis sozusagen die die die materielle Grundlage jetzt in unserem physischen Leib.
00:31:40: Aber es geht ja eigentlich um das Bewusstsein und vielleicht muss ich das korrigieren, also wir setzen unser Bewusstsein auch nur minimal ein Ja?
00:31:50: Und es ist aber zu viel mehr in der Lage und da muss sich eben daran arbeiten mich dem Auch wenn ich soviel Eifer da aufbringen würde wie ich mich vielleicht im Sport engagiere und manchmal meine Muskeln zu trainieren, dann wäre das vielleicht eine gesunde Mischung.
00:32:13: Mir ist da was eingefallen.
00:32:14: ich habe vor Jahren denn ein längeres Gespräch mit einem Marathonläufer gehabt Und der hat sozusagen, er hat mir sehr, sehr anschaulich Das geschildert etwas passiert wenn er den Sport.
00:32:29: Es gibt einen bestimmten Punkt und er sagt Ich bin High
00:32:35: Ja ja Das ist bekannt.
00:32:37: Und das ist etwas, wo es nicht nur um das Muskel trainieren geht, sondern tatsächlich ab einer gewissen Grenze hat das Gefühl, dass verselbstständigt sich und dann ist der Körper möglicherweise ein Werkzeug für eine Öffnung in eine geistige Dimension, nicht in eine körperliche.
00:32:58: Wie das bei den Sophies auch passiert?
00:33:00: Die Dervish-Tänzen natürlich auch!
00:33:04: Kannst du ja auch über die Atmung... wird das ja heute vielfach gemacht.
00:33:09: Durch dieses starke Atmen kann man sich sogar das dritte Auge öffnen und man kann also in absolut bewusstseinsöffnende Zustände finden, beim lang ausgedehnten Laufen kann es auch passieren?
00:33:25: Ja ich glaube es ist einfach wichtig zu sehen dass da jeder Mensch seinen eigenen Weg hat und haben soll.
00:33:33: Man kann das sicher nicht jetzt Geistiges gegen Sport oder so ausspielen.
00:33:37: Es gibt einfach verschiedene Wege, wenn man sich die großen Bewusstseinstheorien anschaut.
00:33:44: Also Mainstream ist völlig klar, dass das würden ninety-fünf Prozent aller Neurologen und Hirnforscher auch unterschreiben sagt Gehirn macht Bewusstsein.
00:33:55: Die Alternativtheorie, die vor allem Sterbeforscher auch haben ist ja zu sagen dass das Gehirn Bewusstsein vermittelt.
00:34:04: Also das Bewusstsein etwas da ist was außerhalb wie Pimphan Lommel sagt unendliches Bewusstsehen, was auch Außerheit des Körpers bestehen kann und vom Gehirnen vermittelt wird.
00:34:16: Das Gehirne sieht er als Art Empfängerfilter für das große Bewusstsen, das sozusagen über das Gehirntang vermittelt wird.
00:34:26: Und das heißt, es gibt auch aus dieser Sicht eine Korrelation zwischen Hirnfunktion und Bewusstsein aber nicht in dem Sinn dass das Gehirn die Ursache für Bewusstsein ist.
00:34:39: Wenn ich dieses Bild habe dann gibt's natürlich verschiedene Möglichkeiten wie ich diesen Filter-Gehirn weiter öffnet im Bewusstsehen oder eben Und da gibt es dann von Meditationstechniken bis hin zum Sport, wo bestimmte Körperchemikalien freigesetzt werden.
00:34:57: Viele Möglichkeiten einer Öffnung auch wenn man jetzt im Flow ist und sich künstlerisch betätigt oder so sind das ja alles Möglichkeiten wo sozusagen mehr Öffnungen gegenüber dem größeren Bewusstsein aus diesem Bild erreicht werden kann.
00:35:15: Aber das ist sehr schwer aus meiner Sicht jetzt auf einen bestimmten Weg zu reduzieren.
00:35:22: Wenn ich den gehe, dann passiert diese Bewusstheit, dass das hätten wir gerne.
00:35:28: Das ist wie Kochbuch.
00:35:29: Ich bin da gegen die Vielfalt des Lebens und jeder Mensch hat seinen eigenen Weg.
00:35:34: Das wäre sonst wie ein Kochbuch seit der Drehundertfünfzig oben?
00:35:38: Genau!
00:35:39: Ja bequem aber... Aus meinen Erfahrungen geht es nicht.
00:35:44: Ja, ich war das so spannend was Sie auch gesagt haben.
00:35:47: Ich habe mal irgendwann den Satz in einem Schulbuch gefunden und zwar der hieß es dass Denken bildet dem Geist und damit sind natürlich auch wir und unsere Nachkommen gefüttert.
00:36:01: Und deswegen
00:36:03: ist
00:36:04: der andere Sprung nicht da.
00:36:06: Es kommt aber dann eben auch wieder sehr auf die Art des Denkens an.
00:36:10: also man kann auch Gedanken losdenken sozusagen, aber natürlich denken und auch die Bereitschaft neue Blickwinkel zuzulassen sich neuen Begriffen zu öffnen indem ich mich mit bestimmten literarischen oder wissenschaftlichen Themen beschäftige.
00:36:30: Diese Freude an der Erkenntnis dass alles kann innerlich öffnern und weiterbringen sehe.
00:36:39: Ich denke mir immer so, dass im Laufe der Zeit eigentlich die Seele, die Farbe der Gedanken annimmt.
00:36:48: Die meinen Sie das?
00:36:49: Ja entsprechend dem was ich so denke.
00:36:52: also viele Menschen denken ja assoziativ wird hier oben ja im Oberstückchen läuft ja einiges durch den ganzen Tag und wenn man mal beginnt sich dessen bewusst zu werden was da eigentlich so gedacht wird bis hin zu, dass ich eben zu größerem Denken langsam mich aufmache.
00:37:13: sozusagen entsprechend verändert sich auch meine Seele.
00:37:18: Also was ich so im Alltag, weil erst denken dann fühlen und dann handeln also was ich denke das fühle ich und was ich fühle daraus entsteht mein Handeln.
00:37:31: Das scheint mir doch ein verbreitetes, miteinander verwobenes Geflecht zu sein.
00:37:39: Ja es ist... Also wenn ich da aus meiner Geschichte was kurzes erzählen darf, ich bin ja also ich komme aus dem Printjournalismus.
00:37:51: Ich habe ursprünglich nicht Filme gemacht sondern eben geschrieben für eine Tageszeitung später dann auch für Zeitschriften und ich war immer sehr wortorientiert und hab versucht verschiedene Begriffe möglichst klar zu definieren, für mich auch wie es dann um weltanschauliche Fragen gegangen ist und Gott Geist verstand.
00:38:12: Wie kann man das abgrenzen?
00:38:14: Was bedeutet das genau?
00:38:16: Und dann kann man in meine Erfahrungen mit vielen Interviews mit Nahtoderfahrern und die haben für das was sie erlebt haben völlig unterschiedliche Worte verwendet.
00:38:31: Gott begegnet oder ich bin in Gott aufgegangen, und ich bin dann irgendwann selbst draufgekommen.
00:38:39: Es geht nicht um die Worte, es geht nicht darum die Begriffe sondern es geht um das Erlebnis.
00:38:45: Die Menschen erleben was sehr ähnliches vielleicht sogar das Gleiche.
00:38:50: Das ist ja auch das faszinieren wir an Nahtoderfahrungen dass sie über Kulturgrenzen hinweg, Überbildungsgrenze hinweg gleiche Elemente immer wieder zeigen.
00:39:02: Aber wie diese Elemente dieser Gehalt von NATO-Defahrungen beschrieben wird das ist dann individuell und mein Erkenntnisprozess daraus war nimmt die Worte, nimmt die Sprache nicht so wichtig.
00:39:16: So wichtig sie auch für mich selbst sind.
00:39:19: Und mit dem dass ich mich begonnen habe Inhalten zu öffnen hat sich tatsächlich auch bei mir viel mehr getan, weil einfach nicht mehr meine Eigenart von früher da war das jetzt in ein bestimmtes Kästchen zu stecken.
00:39:34: Was bedeutet das jetzt?
00:39:35: Welche Eberne ist da angesprochen mit dem Geist zu tun, mit dem Verstand zu tun ,mit der Körperchemie zu tun und mit anderen jenseitigen Ebernern zu tun .
00:39:46: Und mit welchen usw.. Das ist so.
00:39:49: dieses strukturierte denken, ist in den Hintergrund getreten zunächst und wir haben sich dann diese Erfahrungen an sich auch das was mit Worten gar nicht vermittelbar ist mehr geöffnet.
00:40:03: Ich konnte da empfindungsmäßig glaube ich einen viel besseren Zugang finden über die Jahre zu den Erlebnissen der Menschen.
00:40:12: und dass, dass feststehenden Begriffen weggekommen bin, hat glaube ich im Rückblick mit mir am meisten gemacht in diesen zehn Jahren auch in Richtung Öffnung.
00:40:26: Und nur um das abzurunden, das ist glaube ich das Wichtige dass man sich einfach in welcher Form auch immer man im eigenen Leben die Möglichkeit hat aber dass man es sich auf das Leben einlässt und nicht versucht einen bestimmten strukturierten Weg zu folgen.
00:40:46: Da sprechen Sie etwas an.
00:40:49: Darauf habe ich mich sehr gefreut, Ihnen einmal sagen zu dürfen wie sehr ich mich immer freue und den Eindruck habe dass sie ein begnadeter Zuhörer sind.
00:41:02: Ja danke.
00:41:04: Denn das ist eine Tätigkeit und damit haben sich jetzt eigentlich fast so ein bisschen bestätigt was ich ihm gesagt hab dass die Gedanken sozusagen auf die Dauer der Zeit, dass die Seele die Farbe der Gedanken annimmt oder man dann auch ins Handeln kommt nachdem man gedacht und gefühlt hat.
00:41:26: Weil was sie tun ist ja sie öffnen einen Raum und sie halten einen Raum für jeden einzelnen dieser Menschen, die da zu ihnen kommen und ja über etwas berichten, was ganz und gar und einzig subjektiv erlebt ist.
00:41:45: Was wir hier jetzt ganz deutlich auch schon gemacht haben das ist also absolut nicht beweisbar in irgendeiner Form Und sie durch ihre feine Zuhörer schafft Also dass Sie wirklich diesen Raum auch nicht unterbrechen an keiner Stelle sondern immer sehr Ja, gute Fragen dann ja auch stellen und immer wieder sozusagen auch den nicht lenken den Menschen sondern sie hören einfach.
00:42:15: Und das ist eine Tätigkeit die einmal für den Sprechenden von wirklicher Qualität ist und Kraft weil er muss ja unterstützt werden darin auch seine Worte zu finden und zu formen.
00:42:30: Ich könnte mir auch vorstellen dass es manchmal Immer wieder neue Worte sein könnten, die sie vielleicht finden.
00:42:37: Der eine erzählt es vielleicht wiederholungsmäßig immer wieder gleich was er erlebt hat aber der andere fühlt sich vielleicht inspiriert auch durch diese Kraft des Zuhörens möglicherweise andere Worte für das zu finden, was er da neue Werte zu finden was er erlebte.
00:42:55: Das halte ich für eine große Qualität, die Sie haben.
00:42:58: Ja das ist auch ein erklärtes Ziel dieses Projekts, dass man eben Menschen mit solchen spirituellen Erfahrungen einen Forum gibt und klar es geht um die Menschen, es geht Um die Erfahrungen Es geht bei diesen Interviews nicht um mich, versuche mich da wirklich zurückzuhalten.
00:43:14: Lenken im guten journalistischen Sinn lenken muss man natürlich trotzdem weil ich sehe mich ja auch als Stellvertreter des Publikums.
00:43:23: Wie aber nicht einordnen?
00:43:26: Na also offen sein, das ist das Wichtige dass man eben nicht mit einer bestimmten Vorstellung mit dem was man jetzt hören will unbedingt den Interview-Badner befragt sondern wirklich offen ist und sich das Gespräch auch entwickeln lässt.
00:43:40: Das ist mir sehr wichtig.
00:43:44: Ja, es hat auch das mit der Farbe der Gedanken gesagt und das hat mich auch eben dazu angeregt diese Geschichte zu erzählen.
00:43:53: Weil wichtig ist aus meiner Sicht dass man es in irgendeiner Form erreicht Aus den alten gedanklichen Bahnen die bei mir halt jetzt sehr begriffsorientiert sprachorientiert waren wenigstens vorübergehend herauszufinden neue Eindrücke zuzulassen.
00:44:15: Das,
00:44:15: glaube ich, bringt dann wirklich weiter und ich habe auch das aus den Rückmeldungen die ich über die YouTube-Kanäle bekomme.
00:44:27: Habe ich auch den Eindruck dass NATO Erfahrungen oder solche spirituellen Erlebnisse wirklich so wie mit dem manchmal auch so bezeichneten gutartiges Virus sind Weil das, was ich erlebe als Interviewer in dem ich Menschen sprechen lass und in einem Raum gebe.
00:44:46: Das ist offensichtlich auch für viele Zuschauer wichtig die sich einfach in der Vielzahl von Gesprächspartnern, von Räumern, die sie jetzt dann beobachten können mit Interviews, sich da ein eigenes Bild machen können dass auch diesen Effekt hat dass sich das Bewusstsein öffnet, das neue Musiksteintje, neue Erkennlesteinchen zusammenkommen.
00:45:11: Ohne dass irgendjemand sagt, das ist so oder das soll so sein oder ordnet er es so ein.
00:45:16: jeder kann und soll sich sein eigenes Bild machen aber ein Bild das immer vielfältiger wird und das letztlich auch zu einer Öffnung beiträgt in der Vielzahl der Erlebnisse die da geschildert werden.
00:45:31: Ich bleibe noch mal dabei Dass ich denke, dass auf die Dauer der Zeit die Seele die Farbe der Gedanken annimmt.
00:45:43: Und zwar wenn ich einmal zurückschaue wie sie vor zehn Jahren auf mich gewirkt haben... dann würde ich sagen, wenn ich das jetzt... also ich komme aus dem künstlerischen auch und wenn ich dass jetzt sozusagen farbig gestalten sollte oder mit einem künstlarischen Auge angucken.
00:46:02: Dann habe ich eigentlich den Eindruck gewonnen wie wenn Sie über die Dauer der Zeit des intensiven Zuhörens und das haben sie ja jetzt verschiedentlich gerade bestätigt, dass Sie diesen Raum ja offen halten Und da ist ja eine Qualität drin, was das wirkt auf Sie.
00:46:24: Das macht etwas mit Ihnen, was Sie da hören und früher haben sie das vielleicht eher sachlich eingeordnet.
00:46:33: So war Ihr Denken, haben Sie jetzt bestätigt?
00:46:36: Jetzt haben Sie sich über die Zeit mehr geöffnet dahingehend, dass Sie sagen, die Begriffe sind nicht mehr so entscheidend sondern Sie lassen es ... zu, dass da mehr sozusagen ja das da mehr ist.
00:46:52: Vielleicht mal zählen?
00:46:53: Also
00:46:53: ich weiß jetzt nicht ob es um Sachtlichkeit und Nichtsachtlichkeit gibt.
00:46:57: Das könnte ich jetzt nichts sagen aber habe
00:47:00: ich auch nicht gut ausgedrückt.
00:47:01: Nein
00:47:02: eben also ich das weiß ich jetzt nicht aber es ist sicher eine Entwicklung dar und besorgt gut so.
00:47:12: Da ist einfach mir Walter.
00:47:14: Ich finde er ist so schön.
00:47:15: wie sie gesagt haben vorhin Unser Innenwelt, unsere Innenwelt ist ja qualitativ.
00:47:21: Die ist nicht quantitativ die kriege ich gar nicht eingepresst.
00:47:25: Ich bin ja auch medizinisch ausgebildet und bin Heilpraktikerin Und ich bin mittlerweile der überzeugen dass eine also das finde ich ist meine große einige der großen kritiken an der Medizin Dass die nach Kilokörpergewicht dosieren.
00:47:40: Und dann mache ich mir manchmal Spaß in meinen Unterrichtsgruppen, dass sich dann sage so jetzt gebe ich mittags um zwölf.
00:47:46: Jetzt geb ich jeder Person von euch ein Glas Wein Rotwein.
00:47:49: wie reagiert ihr?
00:47:50: und die einen liegen betrunken in der Ecke und die anderen sagen Ich schlafe sofort und die dritten sagen ich könnte noch nicht das vertragen.
00:47:57: Das heißt das ist diese Individualität Wie wir auf etwas reagieren?
00:48:03: Und das was sie vorhin auch angeklungen ist ist das was Sie auch gesagt haben dass manchmal Begrifflichkeiten fehlen, um zu beschreiben was ist denn das?
00:48:13: und die einen sagen ich bin in Gott aufgegangen.
00:48:15: Die anderen sagen Ich habe den des Paradies gesehen sonst irgendwas für Sachen?
00:48:21: Ich hab vor vielen Jahren eine mehrjährige Fortbildung gemacht im sogenannten Katatürmbild erleben.
00:48:28: Katatüm heißt der Seele gemäß und da ist ein im Hintergrund.
00:48:34: wenn unsere Seele sich mitteilen möchte Kann sie keine Analytik nehmen, die muss ein Bild nehmen.
00:48:41: Die muss sich im Bild ausdrücken und ich bin oftmals so beeindruckt davon was Menschen, die keine Worte für das Erleben in ihrer Trauer haben, was sie für Bilder hören.
00:48:55: Ich habe daraus das sogenannte metaphorische Bilderstellen entwickelt und arbeite ganz viel mit Bildern und Geschichten um diesen Sprung zu erleichtern.
00:49:03: wenn nicht keine Wörter finden gehe ich in der Landschaft Und das finde ich so schön, weil auch das sind dann die Qualitäten.
00:49:14: Das heißt da ist eigentlich für das was uns begleitet in unserem ganzen Leben diese ... Die Qualität viel entscheidender als die Qualität.
00:49:26: Ich weiß nicht, es war zwei Jahre her, da gab's irgendwo im Spiegel einen Artikel wo ein Mann geschrieben hat wir sollten uns von allen Entscheidungen die wir treffen immer nur von KI leiten lassen.
00:49:37: Wir sollten uns um Gottes Willen nicht von Emotionen leiden
00:49:40: lassen.".
00:49:41: Und dann habe ich gedacht, ja das ist ein Ausdruck unserer jetzigen Gesellschaft weil ich glaube, ich würde das so schön finden.
00:49:49: Ich fand es vorhin so schön... Das ist mir jetzt zum ersten Mal aufgefallen.
00:49:52: wie dann sozusagen über den Sport meine Verbindung zu was Anderem entstehen kann und sozusagen vielleicht findet es ununter Wochen statt aber wir verhindern die Verbindung.
00:50:05: Wie sagt entweder das eine oder das andere, geht es überhaupt zu trennen?
00:50:09: In Wirklichkeit nicht.
00:50:13: Wenn man auch davon ausgeht, dass Bewusstsein im Sinn von Pinfanommel unendliches Bewusstsein ist, sobald ich in der Früh aufwache und mein Tagbewusstsein anspringt, ist das Gehirn damit involviert.
00:50:35: von Tagbewusstsein nicht trennen.
00:50:37: Das ist nicht möglich!
00:50:39: Jeder mechanische Denkprozess, wo man jetzt sagen würde das ist der Verstand und wir sind viel zu verstandeslastig.
00:50:47: ja auch da ist in Wirklichkeit das Bewusstsein im Hintergrund.
00:50:52: also es ist auch da wieder schwierig so klare Trennlinien zu ziehen und die Sprache dient ihr letztlich nur damit wie eine qualitative Differenzierung machen können, dass es eben auf der einen Seite sozusagen das kalte Verstandeslastige gibt.
00:51:09: Wenn ich jetzt Worte finden will und auf die anderen Seite aber noch eine Dimension des Menschseins, die sich dann eher in Intuition, in der Empfindung äußert also in diesen mehrqualitativen Aspekten wobei dann auch da wieder sehr körperliche Impulse mit rein spielen können, wenn ich von Gefühl spreche.
00:51:32: Na ja das kann Hunger auch sein.
00:51:35: Wenn mich dann plötzlich hangry macht oder was?
00:51:39: Diese Trennungen da müsste man jetzt sehr im Detail darüber sprechen wie man da wirklich tiefer kommt und bin ich vielleicht nicht der Richtige dafür.
00:51:51: Naja ich mache oftmals den Unterschied dazwischen dass ich sage Ja unser Gefühl geht ganz viel nach dem Bockprinzip.
00:51:59: Ich habe jetzt Appetit, auch jetzt noch ein Stück Schokolade.
00:52:03: Ja das wäre doch nett oder irgendwas anderes.
00:52:05: Passaltstang oder so was.
00:52:07: aber Intuition also das was für mich jetzt sozusagen im Bild ich aber die viel mitbildern Die Eide des eigentliche Wesen angeht.
00:52:19: und dann stelle ich manchmal die frage in meinen gruppen der unterschied zwischen gefühl und zwischen dem was sozusagen Unsere Intuition, unsere Seele uns vielleicht mitgibt.
00:52:33: Welche von uns ist schon mal?
00:52:35: Nur einfach mal Finger hoch!
00:52:37: Ist schon mal zum Traualltag gegangen und hat gewusst dass das nicht richtig ist.
00:52:41: Das melden sich immer welche.
00:52:43: Hmh was sagt der unterlich?
00:52:45: Und wenn die dann sagen ne ok das ne da können sie schwer annehmen sag ich ja du weißt ganz genau Du hast viele Situationen in deinem Leben erlebt wo dir irgendjemand etwas erzählt Und du kannst es nicht beweisen, aber du weißt ganz genau das stimmt nicht.
00:53:01: Das ist der Unterschied.
00:53:03: Und das finde ich eigentlich ganz nett weil das so ein schönes Alltagsbild ist?
00:53:06: Ja, finde ich auch gut.
00:53:08: ja!
00:53:09: Es ist ja de facto so, man spricht leicht von der inneren Stimme, wo es gibt ja viele innere Stimmen und damals differenzieren zu lernen und mit solchen Beispielen dann ein bisschen Selbstreflexion zu machen, das finde Ich sehr gut.
00:53:22: Genau
00:53:25: Weil Kinder, vielleicht ist meine innere Stimme gerade nur ein Bockprinzip.
00:53:30: Genau!
00:53:33: Auf jeden Fall aber finde ich das Raumgebende Prinzip etwas Unwahrscheinlich Wichtiges und Schönes was ja Sie jetzt einmal in Ihrem Tarnatoss Podcast oder Kanal eben da ermöglichen Und was ich zum Beispiel als Bestatterin erlebe, wenn ich Menschen den Raum gebe Abschied zu nehmen.
00:54:03: Zum Beispiel wenn man am Totenbett eines Verstorbenen noch einmal zusammenkommt und eine Aussegnung sozusagen ermöglicht die nicht unbedingt nur allein durch ein sage ich es mal priesterliches tun bewerkstelligt wird im Hinblick auf den Verstorbenen, sondern die die Zugehörigen einschließt und ihnen den Raum gibt.
00:54:31: Noch einmal in diesem Moment und heute und hier Und für die dies dann jetzt nicht schaffen die nehmen es vielleicht noch mit aber da noch etwas los zu werden das kann im positiven wie im negativen eine Rolle spielen.
00:54:46: Und so eine Situation kann sich auch hinziehen, also dass das wirklich länger ist und ich aber immer wieder mal erlebe, dass die Menschen hinterher so dankbar sind weil sie etwas sozusagen im Moment in einer Situation dieser letzte Moment wo es noch möglich ist hier auf der Erde ja?
00:55:07: Wo dann eben doch auch quantitativ unqualitativ also wo beides sozusagen noch sichtbar ist oder noch anwesend ist, da noch zu einem befriedigenden Miteinander vielleicht zu kommen.
00:55:32: Ja das sind sicher sehr besondere Momente die Sie da als Bestatterin dann häufig auch erleben können, weil ich sage ja auch immer das Projekt Thanatos anlang.
00:55:44: Das geht letztlich ja nicht darum etwas ganz Schweres Tod und Trauer und so weiter.
00:55:50: natürlich wird es so gesehen aber letztlich geht's auch immer um eine große Lebensnähe und dass alle Situationen also rund um Begleitung am Sterbebett Beisetzung So schwer manche Dinge sind und so herausfordernd, aber letztlich bringen sie auch dem eigentlichen Leben den Notwendigkeiten.
00:56:16: Den Aufgaben des Lebens und auch der Intensität des Lebens immer näher.
00:56:20: Und das sind doch auch im Grunde dann sehr wertvolle Aspekte die dann immer verbunden sind.
00:56:30: Die Vereinigen auch unsere unseren Umgang auch verändern, also unseren Umgang mit den Dingen.
00:56:37: Also zum Beispiel Claudia Cardinal und ich wir nennen unseren Podcast ja Hüben und Rüben der Podcast für Sterbekultur- und Sterbeheilkunde.
00:56:49: das heißt unserer Wahrnehmung nach ist eben die Sterbekultur eigentlich zu etwas verkümmert würde ich fast wirklich treffend sagen wollen in Deutschland Also regelrecht verkümmert, wo die Menschen nicht mehr richtig teilnehmen können.
00:57:11: Sie können nicht mehr Teil dessen werden, sondern sie sind eigentlich nur noch Zuschauer.
00:57:16: Ja?
00:57:17: Sie sitzen da und das zieht so an ihnen vorbei.
00:57:20: Da wird irgendwas gemacht der Versturmene wird sofort weggebracht Das können sie gar nicht erst richtig erleben.
00:57:26: Das heißt es wird eigentlich keine Brücke mehr gebaut zum Beispiel in Form einer Totenwache Die man früher war auch in Deutschland, dass ein geeignetes Mittel sowohl den Verstorbenen noch etwas zu begleiten als auch schon Teil der Trauerverarbeitung damit drin liegt.
00:57:49: Und meiner Meinung nach kommt noch ein Drittes dazu, wenn man sich in Stille einem Eben Verstorbenden zuwendet Ja, es ist wichtig dass er eben verstorben ist und nicht schon ne Woche oder so sondern wirklich frisch.
00:58:08: in den ersten ein bis drei Tagen kann man das erleben.
00:58:12: Dass man sozusagen wie eine Brücke eben in diese jenseitige Welt schlagen kann, dass man miterleben kann wo geht denn der jetzt hin?
00:58:23: Also wo ist denn jetzt das sozusagen?
00:58:25: was also?
00:58:26: vor mir liegt ja ein Leib Ja, der hat noch geatmet.
00:58:31: Also ich kannte ihn ja möglicherweise eben noch und jetzt ist er aber da... Da ist jetzt zunächst erstmal offenbar niemand mehr.
00:58:40: Und dann kann ich aber doch erleben, doch irgendwas erlebe ich noch?
00:58:43: Das kann ich erst erleben wenn ich mich dafür öffne.
00:58:47: Wenn ich also nicht sofort bewerte und bemesse und sage ne, der ist ja jetzt tot.
00:58:53: Der ist ja weg.
00:58:58: Ja, auch als Instrument zu begreifen.
00:59:03: Für ein Bewusstsein das die Möglichkeit zulässt dass wir wieder ausziehen aus unserem Körper wenn unser Erdenleben beendet ist also dass das eben nicht ein endliches schlimmes Ereignis ist Was ja jetzt, würde ich auch mal sagen seit Corona nochmal wieder ein bisschen zurückgefallen ist.
00:59:26: Also dass man eigentlich am besten gar nicht sterben sollte das ist ja doch keine sinnvolle kein sinnvolles Ereignis sondern dass wir wieder lernen.
00:59:38: also zum Beispiel werde ich häufig angesprochen und wird mir gesagt ist es nicht furchtbar traurig dein Beruf, dann kann ich immer nur sagen nein.
00:59:46: Also für mich ist das eigentlich ein... also ich mache es mit so viel Freude und ich fühle förmlich sogar die Freude derjenigen, die wieder ausziehen dürfen aus diesem Körper.
01:00:01: Das ist eben und das ist so schön.
01:00:03: in ihrem Thanatos hören wir beständig wenn wir wollen die einzelnen und verschiedenen Erlebnisse derjenigen, die da berichten dürfen.
01:00:12: Was ist auch für freudige sozusagen Erlebnisse sind, die sie da machen dürfen?
01:00:20: Und das haben Sie vorhin ja schon mal gesagt es ist ja dann auch häufig wichtig wie verändert sich darauf hin ihr Leben?
01:00:27: also wie viel liebevoller oder vertrauensvoller Leben sie und intensiver leben Sie ihr Leben hier auf der Erde.
01:00:39: Und jetzt habe ich ganz vieles aufgemacht, aber letztendlich komme ich eigentlich möchte ich dahin zurückkommen oder dieses Verbindende noch mal zu betonen ja dass das ob jetzt sie in ihrer Qualität des Zuhörens oder wir in dem was was wir tun Claudia was du tust mit deiner mit deiner Arbeit beständig Menschen eigentlich das deutlich zu machen, indem du sie unterrichtest auf diesem Gebiet sozusagen oder schulst.
01:01:07: Das ist ja vielleicht auch eher oder in der Sterbebegleitung und der Heilkunde oder ich eben in meiner Art Menschen noch einmal schön zu machen und sozusagen diesen Übergang vom Erdenleben in das neue Leben, was da als Himmelsgeburt sich vollzieht.
01:01:34: Das ist die Verbindung.
01:01:36: Wenn wir das in wirklich interessierter offener Art tun und Menschen die Gelegenheit geben, sich an diese Verbindung anzuschließen Ja, und das ist ja etwas All-Einiges in dem wir auch verbunden sind.
01:01:55: Dann kann es doch vielleicht gut werden!
01:02:00: Ich habe eine Frage Sie machen das ja nun schon viele Jahre ne?
01:02:05: Wir haben ja eingangs gesagt vor zehn Jahren habe uns... Sind wir sonst schon mal beendet?
01:02:11: Wie haben sie sich denn verändert?
01:02:19: Das ist immer schwer zu beurteilen, aber rückblickend würde ich sagen das was ich jetzt schon erzählt habe dass sich mit einer größeren Offenheit solchen Erlebnissen gegenüberstehe auch eine andere Tiefe darin erkennen kann.
01:02:39: Das war sicher mal vom persönlichen Zugang auf die Welt wenn man so austrücken möchte.
01:02:50: Auf der anderen Seite war für mich natürlich auch immer sehr wichtig die Frage, naja was bedeuten jetzt diese ganzen Erlebnisse für unser Weltbild?
01:03:02: Also einfach ich habe mich mit einigen idealistischen Philosophien beschäftigt.
01:03:11: Was ich früher nicht getan hatte denen ich sehr viel gewinnen kann.
01:03:18: Ich glaube dass sich auch meine schriftstellerische Art, also die Texte über die Themen, die ich schreibe, dass sich da was geändert hat wenn das vergleicht mit dem vor zehn Jahren.
01:03:30: Das ist immer schwer zu sagen.
01:03:32: ganz konkret Ich habe das und das gemacht aus einem größeren Abstand heraus.
01:03:36: Was mir am meisten aufgefallen ist.
01:03:38: sicher, dass ich diese Absicht so ein bestimmtes Weltbild zu haben sowie Wenn wir jetzt in der Kirche reden, das war nicht meins.
01:03:51: Aber wo man die Himmel hat, kommen die Hölle und dazwischen ist das Fegevorher oder dazwingen sind die Jenseits ebernan.
01:03:58: Also von solchen Bildern bin ich eigentlich weiter weggekommen und sehe glaube ich mehr das eigentlich Lebendige jetzt da.
01:04:10: Und sie ist eine Reise, die noch nicht zu Ende ist.
01:04:15: Mal schauen was.
01:04:16: wo sie mich hinführt
01:04:17: Nach fünf Jahre
01:04:19: Fernsehen.
01:04:21: Ich hab, ich hab vorhin habe mich so drüber anvisiert, wo ich gedacht habe, wo sie gesagt haben ja das sind ja jetzt irgendwie zwei Drittel, jetzt kommt nochmal ein Drittel und wo ich dachte, wie habe ich gedacht?
01:04:32: Wenn nicht mehr so Gedanken darüber, ich weiß nicht ob sich das Thema so richtig wieder loslassen können, das weiß ich nicht.
01:04:39: Was meinen Sie?
01:04:40: Naja, ich finde es grundsätzlich schon gut wenn man die Endlichkeit, die das Leben, dass das physische Leben ja an sich hat auch auf die eigenen Projekte bezieht.
01:04:51: Also ich glaube, jede Entwicklung, die es auch in der Natur gibt, geht mit einer zeitlichen Beschränkung einher.
01:04:57: Ich finde schon gut dass man das bei eigenen Projekten grundsätzlich einmal zugrunde legt.
01:05:03: aber das ist jetzt nichts starres für mich.
01:05:06: also ich habe mich gefreut dass es im ersten Drittel wenn man so will so gut gelungen ist alle möglichen Kontakte zu knüpfen, wir arbeiten zusammen mit allen wichtigen Selbsthilfegruppen die es in Deutschland und der Schweiz gibt.
01:05:24: Mit Sterbeforschern national international.
01:05:28: also.
01:05:29: da hat sich sehr viel ein Netzwerk gebildet.
01:05:32: das war mal wichtig.
01:05:34: Wir haben sehr viele Formate entwickelt um eben das ganze Thema am Leben zu halten und ich glaube Es ist jetzt einfach Das spür ich auch die Zeit gekommen, mir eine Essenz aus dem Ganzen zu ziehen.
01:05:47: Ja!
01:05:47: Das ist das was ich möchte... Es kann nicht letztlich immer drum gehen noch ein paar hundert Sterbe-Bettvisionen oder Nahtoderfahrungen oder was weiß ich mehr zu dokumentieren wenn man schon erkannt hat dass es da bestimmte Gemeinsamkeiten gibt.
01:06:08: also mir geht's jetzt eher darum meiner Arbeit doch mich darauf zu konzentrieren, eine echte Essenz aus dem Ganzen zu gewinnen und solche Dokumentationen zu machen.
01:06:20: Ich bin sehr froh, dass ich diese Frage gestellt habe.
01:06:22: Jetzt wird es für mich richtig rund!
01:06:25: Ja, das ist ja gut!
01:06:27: Sehr schön!
01:06:28: Und jetzt hab' ich natürlich aber noch ne Frage und zwar die Frage Wie hat sich in den letzten zehn Jahren ihr eigener Haltung zu ihrem eigenen Tod verändert?
01:06:43: Ich glaube... ...ich habe jetzt noch eine gesündere Neugier weniger fixe Vorstellungen, was mich erwartet.
01:06:52: Ich bin sehr überzeugt davon, dass das, was uns erwartet wirklich nicht in Worten zu beschreiben ist.
01:07:00: Dass das alles Versuche sind, klägliche Versuche etwas in Sprache zu fassen, was ich gar nichts darstellen lässt.
01:07:11: Raymond Moody, der einer unserer letzten Interviewpartner war jetzt nach vielen Jahren Sterbeforschung sagt Dass er angesichts dieser Widersprüche und dass er immer wieder ins unlogische kommt, wenn er Leuten zuhört.
01:07:27: Also zum Beispiel das Menschen sagen ich habe mich im Licht aufgelöst.
01:07:31: gleichzeitig ist es aber ein Ich-Erlebnis, dass Menschen von Reisen durchs Jenseits sprechen gleichzeitig aber sagen es gibt keine Raum und Zeit.
01:07:40: Das sind ja alles logische Widersprücklichkeiten die überhaupt keinen Sinn machen.
01:07:45: Und trotzdem muss diese Sinnlosigkeit oder Unlogik nicht das Ende sein, sondern kann eigentlich auch so eine Tür sein die vielleicht den Weg in einer ganz andere Form der Wahrnehmung öffnen kann.
01:07:58: Die aber schwer als Weg oder mit Worten zu beschreiben ist.
01:08:02: und insofern glaube ich bin ich neugieriger geworden und erwarte mir nichts Konkretes.
01:08:10: Ganz vielen Dank!
01:08:11: Ich bin sehr angedacht.
01:08:15: Schön freut mich Sehr schön.
01:08:17: Ja, wie könnte diese Essenz eventuell aussehen?
01:08:20: Oder sind Sie da schon dabei, diese Essenze zu dokumentieren?
01:08:24: Wollen sie das in Form eines Buches oder was wird das werden ein Film?
01:08:28: Ja ich bin ja schon dabei.
01:08:30: also es ist eine Dokumentarfilmreihe geplant.
01:08:33: zwei Dokumentationen gibt's schon die einfach die Besonderheit haben dass wirklich sehr viele Menschen zur Wort kommen.
01:08:45: Also wenn man normalerweise Find-Dokumentationen über Vernat oder Erfahrungen sieht, dann ist halt das journalistische Konzept meistens.
01:08:52: ich habe zwei drei Menschen die was erlebt haben und dann wird auch während die oft noch als Kasperl dargestellt.
01:09:00: Dann kommt der Böse Wolf in Form des Wissenschaftlers und erklärt rein sachlich was da Sache isst.
01:09:07: Und damit ist dann die Dokumentation gemacht.
01:09:09: Das will ich eben nicht machen Sondern bei diesen Dokumentations geht es darum wirklich viele Stimmen zu zeigen, durchaus auch naturwissenschaftlich orientierte materialistisch orientierte.
01:09:25: Ich möchte wirklich ein Gesamtbild der ganzen Diskussion rund um Sterbeforschungen und da Sterbeallegnisse selbst geben.
01:09:34: Da gibt's eben die Dokumentation an der Schwelle.
01:09:37: das ist wie eben NATO-Defahrungen wissenschaftlicher erforscht werden welche Elemente es gibt usw.
01:09:45: Und der zweite Teil heißt jenseits der Schwelle, der wird jetzt im Juni erscheinen.
01:09:50: Da geht es um die Verbindung von NATO-Defahrungen mit religiösen Vorstellungen, weil NATO-Defahrene einfach heute Dinge erleben und beschreiben, dem er früher nur aus der Religion gekannt hat – welche Gemeinsamkeiten gibt's da?
01:10:07: Welche Unterschiede?
01:10:07: Es gibt ja auch große Unterschiede!
01:10:10: Und das wird eine Trilogie werden.
01:10:11: Der dritte Teil wird sich dann mit den Nachwirkungen beschäftigen unter dem Titel zurück von der Schwelle, weil eben Nahtoderfahrungen wirklich absolut lebensverändernd sind.
01:10:23: durchaus auch im Sinne eines Traumasses sehr oft, weil die Menschen ihr normales Alltagsleben nicht mit ihrer Erfahrung in Einklang bringen können.
01:10:33: sie ist also wirklich sehr anspruchsvoll oft.
01:10:36: aber es zeigt natürlich auch die Tiefe der Erfahrungen weil die menschen ja sagen das was ich erlebt habe Das ist das eigentliche Leben, das ist die eigentliche Wirklichkeit.
01:10:48: Und demgegenüber ist das was wird da im Alter gelebt nur wie ein Traum der bedeutungslos in Grunde ist und trotzdem völlig tief mit Bedeutung erfüllt ist bei den Nahtoderfahren auch sagen dass das Leben hier auf der Erde gehört absolut dazu.
01:11:07: Es ist also nichts, nichts getrennt es ist etwas absolut sinnvolles Wichtiges Das zum Ganzen gehört und auch so eine Widersprüchlichkeit, die sich dann aber für den das erlebt auflöst.
01:11:24: Und kein Widerspruch ist.
01:11:28: Diese Elemente der Nahtoderfahrungen kann man halt auf vielleicht einen Dutzend reduzieren.
01:11:34: Wenn man zu diesen einzelnen Elementen so viele verschiedene Stimmen hört mit verschiedenen Formulierungen mit unterschiedlichen Zugängern aufgrund des Weltbildes, der religiösen Prägung.
01:11:49: Dann ergibt das glaube ich schon ein schönes Gesamtbild.
01:11:52: und indem sie noch eine Essenz die versuche ich rauszuarbeiten.
01:11:56: Glaubt da können wir neugierig drauf sein?
01:12:00: Ja, können wir neu gierig darauf sein.
01:12:02: Und findet man diese Filme bei YouTube oder... Ja
01:12:06: den ersten also an der Schwelle, den gibt es bereits seit Ende vergangenen Jahres Und der Zweite wird jetzt im Juni kommen.
01:12:14: Schön!
01:12:16: Ja, vielen herzlichen Dank!
01:12:18: Danke nochmals für die Einladung beim sehr interessanten Themen, das Sie angesprochen haben und ich wünsche Ihnen auch viel Erfolg für Ihre Arbeit, die ist ja auch sehr richtig.
01:12:29: Konnte ich ja damals schon kennenlernen und auch dass sie den Podcast machen finde ich sehr schön.
01:12:35: Viel Erfolg weiterhin!
01:12:36: Wer weiß wie wir uns nochmal wieder über einen Weg laufen?
01:12:41: Ich danke ganz, ganz herzlich für dieses Gespräch.
01:12:43: Ich bin völlig angetan.
01:12:45: Freut mich!
01:12:46: Mir hat es auch viel Freude gemacht.
01:12:48: Dankeschön!
01:12:49: Vielen dank Herr Heumer.
01:12:50: Alles Gute für Sie!
01:12:53: Das
01:12:53: war Hüben und Drüben der Podcast mit Franziska Hilmer und Claudia Kardinal.
Neuer Kommentar